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  • Niko Benas

14. April 2022 - Ein Frühlingswochenende in Holland

Jedes Jahr im Frühling verwandelt sich Holland in ein wahres Blüten- und Farbenmeer.

Die vielen farbenfrohen Tulpenfelder sind eine spektakuläre Augenweide und einen Besuch wert. Dieses Jahr konnten wir uns diesen Wunsch nach zwei Jahren Pandemie-Isolation endlich erfüllen.

Zuvor stand jedoch ein Abstecher zu der berühmten malerischen Käserei Catharina Hoeve in Zaanse Schans bei Amsterdam an, ein Wohn- und Handwerkerviertel von 1850.

Durch die authentischen Holzhäuser und die schönen Mühlen, erweckt dieses Gebiet den Eindruck eines Freilichtmuseums, auch wenn dort ganz normale Menschen wohnen und arbeiten.

Bei Zaanse Schans ist die Käseherstellung eine alte holländische Zunft, genau wie die Holzverarbeitung, die Herstellung von Holzschuhen, das Gießen von Zinn und das Destillieren von Likör.

Die vielgestaltigen Windmühlen in Zaanse Schans stellen ebenfalls ein einzigartiges Stück niederländischer Geschichte am Fluss Zaan dar.

Schon von weitem sieht man die Flügel der Windmühlen sich langsam drehen, im Hintergrund breiten sich weitläufige Wiesen aus.

Und dann ist dort auch der typische architektonische Stil der Region Zaan zu bewundern.

Die charakteristischen grünen Holzhäuser sind wunderbar erhalten.

Dem Abstecher zur Tulpenblüte, die ursprünglich aus den Bergen von Kasachstan kommt, stand anschliessend nichts mehr im Wege.

Als ein wirklich unvergessliches Erlebnis, erweist sich für alle Blumenliebhaber ein Besuch im größten Blumenpark der Welt, dem Keukenhof bei Lisse in der Provinz Südholland.

Der der Touristen-Ansturm jedoch enorm war dieses Jahr, waren wir leider zu spät dran mit der Reservierung von Eintrittskarten, die man nur online beziehen kann.

Da Flevoland eines der größten Tulpengebiete der Niederlande ist, fuhren wir weiter auf Entdeckungstour in Richtung Norden nach Zeewolde und Noordoostpolder.

Zwei Tage lang sind wir vielen farbenfrohen Tulpenfeldern begegnet, unzählige Aufnahmen konnten wir verewigen. Insbesondere das gedämpfte Licht während des Sonnenuntergangs, verlieh dieser farbenprächtigen Szenerie eine ganz besondere Note.

Was viele Besucher nicht wissen ist, dass es hauptsächlich um die Blumenzwiebeln und nicht so sehr um die Blüten geht.

Nach der Blüte werden die Felder sofort abgemäht, damit sich die Kraft der Pflanzen hauptsächlich auf die Zwiebel konzentrieren kann. Die so entstehenden großen, kräftigen Zwiebeln werden im Sommer ausgegraben, getrocknet und in die ganze Welt verschickt.

Am letzten Tag stand Amsterdam auf dem Fahrplan, die Hauptstadt der Niederlande.

Sie ist für ihr künstlerisches Erbe, ein weit verzweigtes Grachtensystem und schmale Häuser mit Giebelfassaden bekannt, die auf das sogenannte Goldene Zeitalter der Stadt im 17. Jahrhundert zurückgehen. Für jeden, der Amsterdam zum ersten Mal besucht, gehört mindestens eine 1-stündige Grachtenfahrt zum Pflichtprogramm. Dort erfuhren wir über die bewegte Geschichte Amsterdams, von seinen historischen Wasserstraßen und von vielen weiteren Highlights.